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Gerbung

Wir vom LederLager24.de möchten Sie als unsere Kunden und Interessenten natürlich auch über den Prozess der Gerbung unserer Leder aufklären. Als Gerbung bezeichnet man den Verarbeitungsprozess von rohen Tierhäuten zum fertigen Leder. Das Gerben von Tierhäuten ist eine uralte Tradition und existiert in beinahe allen Kulturen auf dieser Welt. Laut Wikipedia kann das Gerben aufgrund seiner weitreichenden Einflüsse auf Kultur, Tradition und Lebensweise sogar als eine der ältesten  und wichtigsten kulturellen Errungenschaften der Menschheit bezeichnet werden, deren Wurzeln wahrscheinlich bis in die Steinzeit zurückreichen.

 

Gerbung von Leder - LederLager24.deDer Prozess der Gerbung umfasst in der Regel mindestens 18 unterschiedlichen Prozessschritte, in denen  die rohe Tierhaut sowohl mechanisch als auch chemisch zum fertigen Leder veredelt wird. In Kurzform lässt sich der Prozess der Gerbung folgendermaßen beschreiben: Nach dem Einweichen einer rohen Tierhaut werden Haare und Bindegewebsreste entfernt und das Hautfasergefüge mechanisch gelockert. Dicke Lederhäute werden daraufhin direkt gespalten. Nach einer ersten chemischen Behandlung zur Entkälkung und Beize wird das Leder dann für die eigentliche Gerbung vorbereitet. Dabei wird die Tierhaut in einem Bad aus verschiedenen Gerbemitteln getränkt, welche der Haut zuerst das Kollagen entziehen, anschließend alle Hautschichten durchdringen und die Fasern der Haut fixieren und aneinander binden. Dafür gibt es verschiedene Gerbstoff-Kombinationen, die das Aussehen der endgütligen Lederhaut stark mitbestimmen. Dabei kann grundsätzlich zwischen einer vegetabilen Gerbung mit Tanninen aus Blättern, Hölzern, Früchten und Rinden und der Gerbung mit Mineralsalzen wie Chrom-, Zirkon-, Aluminium- oder Eisensalzen unterschieden werden.

 

Leder-Gerbung - LederLager24.de

Danach wird das Leder entwässert und gefalzt, wobei die Lederhäute zwischen je einer beheizten und einer unbeheizten Walze auf eine möglichst gleichmäßige Dicke gebracht werden. Danach folgt die sogenannte Nasszurichtung, in der das Leder gebleicht und gefärbt wird. Nach verschiedenen Phasen der Trocknung und Streckung wird das Leder zum Schluss noch durch das sogenannte Millen mechanisch weich gemacht. Abschließend erhält das Leder in der Regel noch eine Öberflächenbehandlung, die sogenannte Trockenzurichtung.

 

Die Vorteile von gegerbten Ledern liegen klar auf der Hand. Zum einen wird das Leder durch die Gerbung vor der Zersetzung durch Mikroorganismen geschützt und dass ledertypische Austrocknen wird verhindert. Zudem wird die Wasseraufnahmefähigkeit des Leders durch die Gerbung stark reduziert, weshalb Leder auch bei Kontakt mit viel Wasser kaum aufquellt. Auch wird gegerbtes Leder besonders hitzebeständig im nassen wie im trockenen Zustand, was sich durch eine hohe Schrumpfungstemperatur von bis zu 100° C äußert.